Chronik - Eissportverein Ravensburg

erstellt von Roland Roos - 2003 -

ich bedanke mich bei allen die mir dazu,  nach meinen Recherchen ,  Bilder und auch Daten geliefert haben. Ich bin derzeit noch mit vielen älteren EVR Funktionären im Gespräch und werde sicher noch neue Daten aus alten Zeiten erhalten. Diese werden dann hier eingefügt ......

Der Eislaufverein ist nach dem Augsburger EV der zweitälteste Verein in Sachen Eissport in Deutschland. Am 24.11.1881 wurde unter dem 1. Vorstand Dr. Kraus eine Aktien-Gesellschaft gegründet und ein Schlittschuhweiher auf der Wiese auf dem Gelände Escher-Wyss erstellt. Der Eintritt für Erwachsene kostete 10 Pfennig.

von 1881 – 1917 verbrauchte man sieben Vorstände – 1917 war Studienrat Erlewein 1.Vorsitzender. 1922 wurde mangels  Interesse der Betrieb eingestellt. Im Jahre 1925 bekam der Eislaufverein am Wernerhofweiher einen neuen Platz. Nachfolger von Erlewein wurde als Vorstand Sudienrat Holdschuer. Im Jahre 1929 fand ein kostümiertes Eisfest statt. Im Jahre 1931 wurde Franz Rundel zum Vorstand gewählt.

Auf der Veitsburg wurde eine Eisfläche zur Verfügung gestellt. In dieser Zeit wurde von Herrn Buder eine Eishockeymannschaft gegründet. Sofakissen , Teewärmer, Zeitungen ect. wurden als „ Knochenschützer“ verwendet. Nur drei Pucks hatte man zur Verfügung beim Training wurde mit Schuhcreme Dosen trainiert.

Fabrikant Kurt Sterkel war Torwart . Er und Oskar Knödler sponserten das Eishockey in Ravensburg. Am 07.01. 1934 fand auf der Veitsburg ( Tennisplätze ) ein Spiel gegen den EV Füssen statt. DieAllgäuer spielten gegen das Team aus Wangen. Dafür wurde eine „ Naturtribüne“ aus Schnee erstellt und es kamen 1500 Zuschauer.

Dies war Motivation für weitere Eishockeyspiele. Am 04.02.1934 spielte der ERV gegen Wangen und verlor. Im Jahre 1936 wurde der ERV gesperrt weil er keine Verbandsabgaben machte. Doch es ging weiter und es wurde ein einheitlicher Dress mit Kosten von 280 Mark , durch Spenden und Mitgliedsumlagen gekauft. Man spielte gegen Wangen- Lindenberg und Konstanz. In den Jahren 1937/38 baute man eine Jugend Mannschaft auf. Durch den II. Weltkrieg kam dann  das Ende.

Nach dem Krieg kam Frau Indrusch als Kunstlauftrainerin . Sie war Teilnehmerin bei der Oympiade 1936 in Garmisch und gründete die Abteilung Eistanz .

Das von den Franzosen gesperrte Veitsburg Gelände wurde erst 1949 wieder genutzt. Stadtrat Josef Kraus und Georg Ziesel sowie Dr. Schwarz vom Tennisclub wurden aktiv um Eissport in Ravensburg wieder ausführen zu können.  An der Tennisanlage auf der Veitsburghöhe waren keine Baüme mehr und so war das Natureis zu wenig geschützt. So konnte man meist nur am Abend Eislaufen und Trainieren. Georg Ziesel wurde 1. Vorsitzender. Ihm gelang es nach vielen Verhandlungen mit der Stadt Ravensburg ein neues Gelände für eine Eisbahn zu finden.

 

Das von den Franzosen gesperrte Veitsburg Gelände wurde erst 1949 wieder genutzt. Stadtrat Josef Kraus und Georg Ziesel sowie Dr. Schwarz vom Tennisclub wurden aktiv um Eissport in Ravensburg wieder ausführen zu können.  An der Tennisanlage auf der Veitsburghöhe waren keine Baüme mehr und so war das Natureis zu wenig geschützt. So konnte man meist nur am Abend Eislaufen und Trainieren. Georg Ziesel wurde 1. Vorsitzender. Ihm gelang es nach vielen Verhandlungen mit der Stadt Ravensburg ein neues Gelände für eine Eisbahn zu finden.

Am 04.12.1954 wurde am St. Christianhang der Spatenstich gemacht. Die Baufirmen Rinker und Arnold waren kostenlos tätig. Und die Firma Rauscher stiftete eine Umkleidehütte. Franz Hepp der zweite Vorsitzende plante und hatte die Bauleitung . Die Eisbahn wurde erstellt mit einer Bande und der Platz mit einem Zaun versehen. Die Eishockeymannschaft wurde  trainiert von Vitus Feicht . Es kamen Spieler aus Lindau dazu. Im Jahre 1956 wurde dann auf die Sandpiste eine Bitumendecke aufgebracht und man konnte Rollschuh laufen. Die Firma Escher Wyss bot zu ihrem 100 jährigen Jubiläum an 50.000 DM als Zuschuss einzubringen wenn man in den Bau der Oberschwabenhalle eine Eisbahn erstellt. Dies wurde verworfen diente aber als Impuls für eine Kunsteisbahn. Hubert Ott und Walter Stotz fuhren nach Landsberg um den Bau der Eisbahn zu sichten. Nach Probebohrungen am St. Christinahang und das Projekt wurde ins Auge gefasst zumal die Firman Escher den Betrag von 50 Tausend DM zur Verfügung stellte. Im Juni 1958 begann man mit freiwilligen Arbeitsstunden die Bauarbeiten für eine Kunsteisbahn. 22 km Rohre mussten gereinigt und zusammen geschweißt werden.  Am 18.10.1958 wurde erst Im Konzerthaus gefeiert uns es folgte zur Einweihung das Eishockey-Länderspiel Deutschland – Schweiz ( 8:1) und es kamen 8000 Zuschauer . Am 04.09.1959 war das Stadion randvoll mit 9000 Zuschauern bei der Eiskunstlauf Darbietung von Kilius / Bäumler und anderen Weltgrößen des Eiskunstlaufs wie Siouke Dykstra . Helma und Hubert Ott waren in dieser Zeit die Besten im Paarlauf in Württemberg.

 

KiliusBaumler_1_
altesStadion_1_1
ERVDeutscherMeisterRegionaliga67

Es begann die große Zeit des Eishockeys mit vielen Württembergischen-Meisterschaften und der Deutschen Regionalligameisterschaft 1967, der deutschen Oberligameisterschaft 1990. Diese Erfolge waren nicht zuletzt durch die gute Nachwuchsarbeit und die eigenen Talente möglich. Einige Eigengewächs schafften immer wieder bis heute den Sprung in deutsche Nachwuchsnational- Mannschaften.

Die finanzielle Seite war immer sehr schwierig und der Betrieb des vereinseigenen Stadions wurde nicht zuletzt durch Baureparaturen immer teurer. So wurde das Stadion nach Verhandlungen mit der Stadt in das Eigentum dieser zugeführt. Mit dem Aufstieg  des EVR in die 2. Bundesliga 1973 bekam der Verein Auflagen entweder zu überdachen oder eine Eishalle zu bauen. Ein andauerndes Thema, das mindestens einen 200 Seiten Band mit diversen Zeitungsberichten und Aussagen füllen würde. Erst im Jahre 2002 (Dez) war es soweit und die Eissporrthalle war erstellt. Viele große und kleine Eisläufer freuen sich und werden sich sportlich betätigen. Die Eishockeyfans können ihren „Friesennerz“ einmotten und in Scharen in die Eishalle strömen . Und für die vielen Vorstände und Macher beim EVR hat es sich gelohnt den Verein zu erhalten und das Eishockey und den Eislaufsport als Faszination in der Region zu sichern.

Erich Buck ( geb. am  5. Januar 1949 in Ravensburg) ist ein deutscher ehemaliger Eiskunstläufer. Er war zusammen mit seiner Schwester Angelika Buck der erste deutsche Europameister im Eistanzen.

Angelika und Erich Buck starteten für den ERV Ravensburg. Sie trainierten bei Betty Callaway in Oberstdorf. 1972 konnten sie in Göteborg den Europameistertitel im Eistanzen vor Ljudmila Pachomowa und Alexander Gorschkow gewinnen. Sie wurden außerdem dreimal Vizeweltmeister, zweimal Vizeeuropameister und 6-mal deutsche Meister.

Der von ihnen kreierte Ravensburger Walzer wurde erstmals 1973 bei den Deutschen Meisterschaften gezeigt und ist heute Pflichttanz.

Erich Buck studierte in München Betriebswirtschaft und betreibt ein Versicherungsbüro in seiner Heimatstadt Ravensburg. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder (Silvia und Stefan).

Olympische Spiele

Eistanzen war während Bucks Karriere nicht olympisch.

Weltmeisterschaft 1966 – nicht teilgenommen

  • Deutsche Meisterschaften (Bundesrepublik) 1965 – 4. Rang
BucksNeu_1_

Jan Piecko .... Nr. 22

Seine Karriere begann ursprünglich bei seinem Heimatverein Baildon Katowice. Mit ihnen schaffte er es in den Jahren 1974, 1975 und 1976 drei Mal polnischer Vizemeister zu werden, bevor er 1981 zu Polonia Bytom wechselte. Dort verbrachte er seine erfolgreichste Zeit mit zwei weiteren Vizemeisterschaften (1983, 1985), einer polnischen Meisterschaft (1984), und dem Titel des besten Torjägers (1984). Nach 13 Spielzeiten in der ersten polnischen Liga in der er es auf insgesamt 460 Spiele und 367 Tore (Platz 6. in der ewigen polnischen Torjägerliste) brachte, verließ er Polen, um bis zu seinem Karriere-Ende für den EV Ravensburg zu spielen. Dort wurde der elegante Schlittschuhläufer und großartige Techniker zu einer Legende. Ausschlaggebend dafür waren aber nicht nur seine über 700 Tore in zwölf Jahren, sondern auch sein Engagement für den Verein und das aufopferungsvolle Spiel für die Mannschaft. 2001 wurde Jan Piecko von den Lesern der Schwäbischen Zeitung zum Sportler des Jahrhunderts in Ravensburg gewählt

Seine Nummer ,22" wird beim EV Ravensburg seit seinem Karriereende nicht mehr vergeben. Seit dem Ende seiner Laufbahn ist Jan Piecko als Hausmeister eines Gymnasiums in Ravensburg tätig. Er trainiert beim EVR Jugendteams, derzeit die Schüler.

In seiner langen Karriere brachte es der Flügelstürmer von 1973 bis 1985 auf insgesamt 100 Länderspiele und 45 Tore. Er nahm an sechs Weltmeisterschaften und an den Olympischen Spielen in Sarajevo teil.

Teilnehmer mit Polen bei der Olympiade 1984 in Sarajevo

Weltmeisterschaften 1974 - HELSINKI- A-WM - 5. Platz

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Eishockey - Geschichte beim ERV + EVR

Die Eissport-Euphorie ging ungedämpft weiter. Obwohl die meisten Spieler aus der näheren Umgebung stammten konnte der Eis- und Rollschuhverein (ERV) Ravensburg mit vielen Württembergischen Meisterschaften, der Regionalliga-Meisterschaft (1967) und ab 1968 Eissportverein (EV) Ravensburg mit der deutschen Oberligameisterschaft (1990) jedes Wochenende 5.000-7.000 ins Stadion am St.Christinahang  locken.

Trotz eines solch großen Zuspruchs, musste die Führungsebene mit der immer teurer werdenden Unterhaltung des bis dahin vereinseigenen Stadions kämpfen. Schließlich wurde das Stadion nach langwierigen Verhandlungen an die Stadt Ravensburg überführt.

Doch mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga (1973) bekam der Verein endlich die Möglichkeit in Aussicht gestellt, dass man entweder das Stadion am St. Christinahang überdacht oder eine ganz neue Eishalle baut. Im Jahre 1984 musste der Verein Insolvenz anmelden und der EVR wurde gegründet. Der Neubau einer Eishalle dauerte  etwas länger als erwartet, und die EVR-Anhänger mussten noch bis ins neue Jahrtausend warten ( Dez 2002 ) und unter freiem Himmel jedem möglichen Wetter trotzen.

 

NeueEishalleBande

das letzte Spiel am St.Christinahang 2002

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die letzte Runde der Zamboni  St.Christinahang

Zamboni

Abbruch der Kultstätte - St.Christinahang im Jahr 2005

Abbruch_2_

Die beiden Vorstände Wolfgang Roos von 1993-98 und Karl - Heinz Fehr seit 1998

haben den EVR trotz großer Probleme “ am Leben erhalten” bis der Traum wahr wurde mit dem Bezug der neuen Eissporthalle in Ravensburg am 21.12.2003

 

Pressekonferenz im VIP Raum der neuen Eishalle ... v.l. Roland Roos (über 40 Jahre Stadionsprecher am St.Christinahang und heute für den Südkurier tätig) - Ex EVR Trainer Jiri Neubauer- 2. Vorstand Peter Horne und Gerhard Brunner der Nachfolger von Jiri Neubauer

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